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Kippels/Schulze: „Gemeinsamer Schulterschluss für die Braunkohlereviere ist entscheidender Faktor im Werben um Strukturförderungen im Bund.“

Die beiden Bundestagsabgeordneten Dr. Georg Kippels (Rhein-Erft-Kreis I) und Dr. Klaus-Peter Schulze (Cottbus – Spree-Neiße) aus dem Lausitzer Revier besuchten heute gemeinsam verschiedene Stationen im Rheinischen Braunkohlerevier. Bei einer Befahrung machten die Abgeordneten u.a. am Kraftwerk und Innovationszentrum in Niederaussem, dem Gewerbegebiet und der Biogasanlage in Paffendorf sowie bei Knauf Gips und der Veredlung Fortuna halt. Zudem verschafften sich die Vertreter aus dem Rheinischen Revier sowie der Lausitz einen Einblick in Artenschutzmaßnahmen, die Kiesgewinnung und den Umsiedlungsstandort Manheim. Die Abgeordneten erhielten ein umfassendes Bild über die Maßnahmen die seitens des Tagebaubetreibers geleistet werden und betonten, dass der Braunkohleausstieg nur verträglich für die Region verlaufen kann, wenn sich der Strukturwandel frühzeitig und dynamisch entwickelt. Dafür wollen beide in Bund, Land und ihren Revieren werben.

Georg Kippels: „Die Braunkohlereviere in Deutschland sind verlässlicher und wirtschaftlicher Energieversorger für unsere leistungsstarke Industrie. Diese Grundlage muss für die Leistungs- und Innovationskraft ansässiger Unternehmen und deren Risiko- und Einsatzbereitschaft gesichert werden. Für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer müssen stabile Beschäftigungsverhältnisse geschaffen werden. Im Rahmen des Strukturwandels wird dies eine enorme Herausforderung sein“

Klaus-Peter Schulze: „Der Besuch des Rheinischen Reviers hat einmal mehr die große Komplexität eines Kohleausstiegs deutlich gemacht. Die Aspekte Gipsversorgung, kommunale Fernwärmeversorgung und Finanzierung der Rekultivierung sowie raumordnerische Fragen müssen neben dem zentralen Thema der Sicherung einer stabilen und preiswerten Stromversorgung unbedingt berücksichtigt werden.“

Dr. Georg Kippels MdB, Dr. Klaus-Peter Schulze sowie Dieter Stier haben bereits vor einigen Monaten den fraktionsinternen Arbeitskreis Braunkohle gebildet, um gemeinsam als Vertreter der drei großen Braunkohlegebiete im Rheinischen-, Lausitzer- und Mitteldeutschenrevier für eine nachhaltige Strukturentwicklung zu werben. Am 6. Juli 2018 fand unter Einladung dieser Bundestagsabgeordneten die Revierkonferenz „Aus dem Revier – Für das Revier“ statt. Etwa 100 Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Institutionen haben damals u.a. mit den Ministerpräsidenten Armin Laschet und Michael Kretschmer, dem CDU/CSU-Fraktionsvorsitzenden Volker Kauder, Landrat Michael Kreuzberg und vielen weiteren Gästen diskutiert.